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How to: Akteurs-Landkarten gestalten

Menschen mit post-its
Businesspeople planning tasks with sticky notes

Akteurs-Landkarten zeigen die Position von Stakeholdern, ihre Beziehungen und potenzielle Konflikte. Diese Analyse ermöglicht es, passgenaue Kommunikations- und Partizipationsstrategien im Verlauf des Projekts zu entwickeln. Wir zeigen, wie man sie erstellt!

Das Mapping der Akteur:innen ist eine Art „Landkarte“, auf der wesentliche Stakeholder im Rahmen eines Planungsprozesses zu unterschiedlichen Schwerpunkten verortet und gruppiert werden. Zudem werden die wesentlichen Beziehungen der Akteur:innen zueinander dargestellt, wie bspw. Kooperation, Weisung, Finanzierung, etc.. Diese „Akteur:innen-Landkarte“ hilft vor allem zu Beginn des Projekts, um einen Überblick zu gewinnen, welche Personen und Gruppen wann und wie sinnvoller Weise in die Planungen einzubinden sind, wer die Schlüsselakteur:innen sind und wo potenziell Konflikte auftreten könnten. Diese Konstellationen ändern sich im Verlauf des Planungsprozesses und können je nach Planungsfortschritt auch variiert werden Es hilft daher im Verlauf des Prozesses, sich verändernde Beziehungen, Macht- und Interessenskonstellationen zu analysieren.

Diese Karte ist also nicht statisch, sondern kann sich im Laufe der Prozessphasen verändern und dient im gesamten Projektablauf als Analyse der „sozialen und kommunikativen Verhältnisse“ und damit für die Entwicklung passgenauer Strategien der Kommunikation und Partizipation im Projekt.

Die Schritte des Mappings

1. Definition

Das Projekt bzw. Thema möglichst genau beschreiben (z.B. den Bahnhofsvorplatz attraktiver machen).

2. Sammlung

In Form eines Brainstormings alle bekannten Akteur:innen sammeln und auf Post-its schreiben.

3. Zuordnung

  • Die einzelnen Akteur:innen zu einem der drei folgenden Bereiche zuordnen:
    • Schlüsselakteur:innen: haben Kontrolle über Ressourcen, verfügen über eine starke Legitimität und sind sehr gut vernetzt oder sind machtvolle Entscheidungsträger:innen; gerade sie können Entwicklungen fördern oder blockieren.
    • Primäre Akteur:innen: Diese sind unmittelbar am Projekt beteiligt.
    • Sekundäre Akteur:innen: Diese sind mittelbar oder vorübergehend am Projekt beteiligt.
  • 4. Gruppieren

  • Akteur:innen zu Gruppen zusammenfassen (clustern) und eine Legende dazu erstellen (relevante Gruppen siehe unten).
  • 5. Einflussbereiche

  • Analysieren welche der Akteur:innen das Ergebnis oder den Prozess des Projekts wie beeinflussen können. Dabei nicht nur auf formal geregelte Kompetenzen blicken, sondern auch informelle Einflussmöglichkeiten berücksichtigen.
  • Zuordnung in drei Ebenen und Clustern

    Platzhalter
    © Transformatorin

    Relevante Akteursgruppen

    Jedes Projekt ist einzigartig, aber wenn es um die Umgestaltung von öffentlichen Mobilitätsräumen geht, haben sich einige Akteursgruppen also besonders relevant herauskristallisiert. In der Abbildung unten sind solche Gruppen und ihre Interessen dargestellt. Diese können als Basis für das Brainstorming genutzt werden, sind aber nicht allumfassend.

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    © Eigene Darstellung nach Wiechmann 2008

    Relevante Akteursgruppen nach Wiechmann 2008

    Genauer geht immer

    Es gibt noch weitere Methoden des Mapping, die teilweise weiter ins Detail gehen. Beispielsweise können die Rollen genauer unterschieden werden und Verbindungen der Akteur:innen untereinander sehr differenziert analysiert werden. Ebenso können auch Unterscheidungen hinsichtlich der Einstellung der Akteur:innen dem Projekt gegenüber und der Macht einzelner Akteur:innen hierin getroffen werden. Daraus lassen sich beispielsweise Strategien ableiten, wie man mit den jeweiligen Gruppen und Personen umgehen sollte.

    Weiterführende Informationen gibt es in den untenstehenden Referenzen.

    Das Akteursmapping hat uns bei der Bearbeitung der Pilotprojekte nicht nur geholfen, die wichtigsten Stakeholder auf Verwaltungs- und Organisationsebene zu identifizieren, sondern auch Projektinhalte und -prozesse zu strukturieren. Mittlerweile verwende ich diese Methode im Berufsalltag auch für Projekte und Aufgaben außerhalb von Transformator:in!

    Britta Fuchs, VOR, Pilotmanagerin Langenlois