Zukunftswerkstatt

Spielsachen und Workshop Setting Foto
Unsplash/Emely Webster

Die Zukunftswerkstatt ist ein Event zur gemeinsamen Entwicklung von Zukunftsvisionen durch kreative Auseinandersetzung und Ausarbeitung in Kleingruppen. Ziel ist die Entwicklung positiver Utopien und Überführung dieser in mögliche Realisierungsstrategien

Die Beteiligungsmethode kombiniert Spaß und Kreativität mit praktischen Lösungen, die umsetzbar sind. Das Ergebnis ist eine solide Grundlage für weitere Schritte und Projekte.

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Kosten: Abhängig vom Umfang, für Veranstaltungsort, Materialen, etc.

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Aufwand: Abhängig vom Umfang, höher bei mehrtägigen Zukunftswerkstätten und vielen Stakeholdern

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Vorwissen: mittel für Vorbereitung, niedrig fürTeilnehmende
Teilnehmer:innen: 10 – 30

Einsatzbereiche

  • Entwicklung von Leitbildern und Zukunftsszenarien als Grundlage für die Planung und Umsetzung von Projekten
  • Besonders geeignet für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Gruppen mit Personen unterschiedlicher Generationen (non-verbale Methoden, spielerische Atmosphäre)

Ergebnisse

  • Kreative Ausarbeitung, Anregung innovativer Lösungen
  • Zusammenbringen unterschiedlicher Personengruppen/Stakeholder
  • Kombination aus Fantasie- und Realisierungsphase ermöglicht innovative und gleichzeitig realitätsnahe Lösungen
  • Aktivierung von Bürger:innen und Stakeholdern, als Basis für weitere Beteiligungsformate sowie Umsetzung

Geeignete Personenanzahl

10-30

Zeitlicher Aufwand

1-3 Tage

(ohne Vorbereitungsarbeiten)

Empfohlener Ablauf

  1. Vorbereitung: Organisation, Einladung von Teilnehmer:innen
  2. Einleitung: Vorstellung der Methode, Rahmenbedingungen und Regeln
  3. Drei-Phasen-Ablauf (Arbeit in Kleingruppen):
    • Kritikphase: Bestandsaufnahme, Äußerung von Unzufriedenheit, Problemdefinition
    • Fantasiephase: Erarbeitung kreativer Lösungen – positive Utopien & Lösungen für die Problemstellung der Kritikphase ohne Einschränkung
    • Realisierungsphase: Realitätscheck der erarbeiteten Lösungen und Entwicklung möglicher Umsetzungsstrategien
  4. Nachbereitung: Aufbereitung der Ergebnisse, ggf. weitere Einbindung/Unterstützung bei der Ideenumsetzung

Im Praxisbuch Partizipation
gibt es noch mehr Infos zur Zukunftswerkstatt

S. 80-81
  • Stellen Sie möglichst vielfältiges Arbeitsmaterial und den Einsatz unterschiedlicher Darstellungsmethoden zur Verfügung (Collagen, Bausteine, Bilder, etc.) um die Kreativität anzuregen
  • Betten Sie die im Zuge der Zukunftswerkstatt entwickelten Ideen verbindlich in den Gesamtprozess und die anschließende Umsetzung ein

Hürden

  • Zu wenig Raum für kreative Überlegungen
  • Überforderung der Teilnehmenden im Zuge der Fantasiephase
  • Fehlende Bereitschaft für kreatives, offenes Arbeiten

Lösungen

  • Vorab sicherstellen, dass ein entsprechender Gestaltungsspielraum gegeben
  • Methoden/Material zur Anregung der Fantasie verwenden/bereitstellen und geeignete Rahmenbedingungen (Stichwort: Safe Space) schaffen
  • Klare Kommunikation des Ablaufs und der Vorgehensweisen bereits vorab

Referenzen:

  1. Mobil im Rheintal – Jugendbeteiligung.
  2. Zukunft für alle – gerecht. ökologisch. machbar.:
  3. Arbter, Karin & Breitfuss, Andrea (2012): Praxisbuch Partizipation – Gemeinsam die Stadt entwickeln. Werkstattberichte Nr. 127. Wien: Stadt Wien MA 18. https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrup/download/pdf/4007813?originalFilename=true, abgerufen am 19.06.2023
  4. Partizipation.at: Zukunftswerkstatt: https://partizipation.at/methoden/zukunftswerkstatt/, abgerufen am 19.06.2023
  5. Universität Kassel, Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung: AG KommLab. Zukunftswerkstatt: https://www.uni-kassel.de/fb6/kommlab/methoden/zukunftswerkstatt.html, abgerufen am 19.06.2023
  6. Wegweiser Bürgergesellschaft.de: Methoden und Verfahren der Bürgerbeteiligung von A bis Z. Zukunftswerkstatt: https://www.buergergesellschaft.de/mitentscheiden/methoden-verfahren/methoden-und-verfahren-der-buergerbeteiligung-von-a-bis-z/methode/zukunftswerkstatt, abgerufen am 19.06.2023