Transformations-Check

Sicht von oben auf einen Radweg, der von zwei Personen abgemessen wird
(c) Weatherpark

Der Transformations-Check, kurz T-CHECK, ist ein Analyse- und Bewertungsinstrument für Straßenräume, Plätze und öffentliche Räume. Ein Expert:innenteam führt eine Begehung durch und bewertet den Raum fachübergreifend aus den Perspektiven Mobilität, Mikroklima und Freiraum und ermöglicht damit eine kompakte, interdisziplinäre Einschätzung eines konkreten Projektgebiets.

Bewertet werden unter anderem Geh- und Radkomfort, Beschattung, Sommerkomfort, blau-grüne Infrastruktur sowie soziale aber auch blaue und grüne Infrastruktur (Wasser/Natur). Mittels Klassifizierung nach einem Ampelsystem ist eine relativ einfache Auswertung und Sichtbarmachung für jedes Kriterium möglich. Die Ergebnisse werden übersichtlich aufbereitet und in einer kurzen Präsentation vorgestellt.

Durch den T-CHECK kann die Bestandssituation quantifiziert werden und optional auch mit einer möglichen Umgestaltung verglichen werden. Ziel ist es, Defizite und Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen und konkrete Ansatzpunkte für eine klimafitte Umgestaltung abzuleiten.

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Kosten: Niedrig

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Aufwand:
Niedriger Aufwand in der Vorbereitung: Bereitstellung von Informationen, Raum für Ergebnispräsentation organisieren.
Sehr niedriger Aufwand für Teilnehmende: Teilnahme an Ergebnispräsentation, vorab Bereitstellung von Informationen.

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Vorwissen: Kein Vorwissen notwendig, Bewertung erfolgt durch Expertenteam
Format: Begehung
Personenanzahl:
Auf Seiten der Gemeinde ist keine Teilnahme an der Begehung erforderlich. Sinnvoll ist jedoch eine kleine Ansprechgruppe, die das Gebiet definiert, wichtige Informationen vorab bereitstellt und an der Ergebnispräsentation teilnimmt.

Einsatzbereiche

  • Der Transformations-Check eignet sich für Gemeinden, die einen konkreten Straßenraum, Platz oder öffentlichen Raum verbessern möchten, aber noch keine detaillierte Planung beauftragt haben.
  • Typische Ausgangspunkte sind mangelnde Beschattung, geringe Aufenthaltsqualität, Konflikte zwischen Verkehrsarten, fehlende Rad- oder Gehqualität, wenig Begrünung, versiegelte Flächen oder unklare Prioritäten für eine spätere Umgestaltung.
  • Besonders hilfreich ist das Tool, wenn eine Gemeinde eine erste fachliche Einschätzung von außen benötigt. Es kann eingesetzt werden, um Handlungsbedarf sichtbar zu machen, Planungsschwerpunkte zu schärfen oder eine Grundlage für nächste Schritte zu schaffen.
  • Geeignet ist das Format für klar abgegrenzte Gebiete wie einzelne Straßenabschnitte, Plätze, Kreuzungsbereiche, Ortszentren oder Abschnitte mit besonderer Bedeutung für Alltagswege, Aufenthalt oder Klimawandelanpassung.

Ergebnisse

  • Fachübergreifende fundierte Einschätzung eines konkreten Straßenraums oder Platzes
  • Gleichberechtigte Bewertung aus den Perspektiven Mobilität, Mikroklima und Freiraum
  • Sichtbarmachung von Defiziten und Entwicklungspotenzialen
  • Übersichtliche Darstellung der Ergebnisse über eine Ampelsystematik
  • Grundlage für weitere Planung, politische Diskussion oder Förderanträge
  • Möglichkeit, spätere Umgestaltungsideen oder Planungsvarianten mit dem Bestand zu vergleichen
  • Der Transformations-Check kann helfen, Diskussionen zu versachlichen. Anstatt nur einzelne Wahrnehmungen oder Wünsche zu sammeln, entsteht eine fachliche Grundlage für weitere Entscheidungen.

Zeitlicher Aufwand

ca ½ Tag

Empfohlener Ablauf

  • Gebiet definieren:
    Die Gemeinde legt das zu untersuchende Gebiet fest. Zusätzlich werden zentrale Fragen, bekannte Probleme und wichtige Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt.
  • Begehung vor Ort:
    Drei Expert:innen besuchen die Gemeinde und begehen das definierte Gebiet.
  • Bewertung und Aufbereitung:
    Die Beobachtungen werden anhand des Transformations-Checks ausgewertet und gewichtet. Die Ergebnisse werden übersichtlich in einer Tabelle zusammengeführt, sodass Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenziale des Gebiets sichtbar werden.
  • Optional:
    Vergleich mit einer möglichen Umgestaltung: Auch Planungsvarianten können mit dieser Methode bewertet werden.
  • Kurze Präsentation der Ergebnisse:
    Die Ergebnisse werden der Gemeinde in kompakter Form präsentiert. Dabei werden die wichtigsten Erkenntnisse, prioritäre Handlungsfelder und mögliche Ansatzpunkte für weitere Schritte erläutert.
  • Anschluss an weitere Planung:
    Auf Basis des Transformations-Checks kann die Gemeinde entscheiden, ob und wie sie in eine vertiefende Planung einsteigen möchte.

Ein Transformations-Check ist beim Angebot der Cuulbox „Interdisziplinäre Ideenfindung vor Ort“ als Basis inkludiert.

  • Vorab sollte möglichst genau geklärt werden, welches Gebiet untersucht werden soll und welche Themen für die Gemeinde besonders relevant sind.

Hürden

  • Eine Hürde kann die Erwartung sein, dass der Transformations-Check bereits fertige Planungslösungen liefert. Das Tool ist jedoch in erster Linie eine Analyse- und Bewertungsmethode. Es zeigt auf, wo Handlungsbedarf besteht und welche Themen für eine spätere Planung relevant sind.

Lösungen

  • Die Rolle des Transformations-Checks sollte zu Beginn klar kommuniziert werden: Er ist keine Entwurfsplanung, sondern eine fachliche Diagnose und Entscheidungshilfe.

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